Designing Away Waste: Eine vergleichende Analyse städtischer Wiederverwendungs- und Wiederaufbereitungsinitiativen

Designing Away Waste: Eine vergleichende Analyse städtischer Wiederverwendungs- und Wiederaufbereitungsinitiativen

Der Wandel zur kreisförmigen Stadt oder zur kreisförmigen Gesellschaft ist ein langer Prozess, der kaum erforscht ist. Es ist ein Prozess, bei dem die Ergebnisse nicht vollständig vorhersehbar sind. Trotz der Tatsache, dass in den letzten Jahren bereits viel Forschung betrieben wurde, um die Ergebnisse zu bewerten, bleibt es eine noch größere Herausforderung, den Schritt von der Umsetzung zu machen. Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir in unserem hochkarätigen Team Forscher haben, die nicht nur versuchen, die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft zu verstehen, sondern sie auch in die Praxis umzusetzen.

Wir möchten mit Ihnen den Artikel von Isabel Ordonez, das in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin und der Chalmers University of Technology - Göteborg erstellt wurde.



Abstrakt

Um die Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft umzuwandeln, in der die meisten Materialien durch Wiederverwendung, Wiederaufarbeitung und Recycling zurückgewonnen werden, müssen diese Aktivitäten deutlich zunehmen. Die Abfallwirtschaft hat das Recycling als End-of-Life-Behandlung weitgehend integriert, hat es aber immer noch versäumt, die Wiederaufarbeitung und Wiederverwendung als mögliche Wege der Materialrückgewinnung einzubeziehen. Dieser Artikel zielt darauf ab, nützliche Informationen für die Einrichtung von Zentren für urbane Wiederaufarbeitung (CUREs) zu liefern, indem er fünfzehn bestehende Initiativen analysiert, die die Wiederverwendung und Wiederaufarbeitung erleichtern, indem sie Zugang zu Sekundärmaterialien oder Herstellungswerkzeugen bieten. Die Studie besteht aus einer Überprüfung ausgewählter Initiativen, ergänzt durch gezielte Interviews, um fehlende Informationen zu ergänzen. Die meisten Initiativen boten Zugang zu Sekundärmaterialien (13 von 15 Initiativen), und fast alle verwendeten verschiedene Herstellungswerkzeuge (14 von 15 Initiativen). Neben ihren regulären Öffnungszeiten engagierten sich die Initiativen hauptsächlich im Bereich des Kapazitätsaufbaus, der in Form von vordefinierten oder improvisierten Workshops stattfand. Die meisten Initiativen waren auf externe Unterstützung angewiesen, um ihre Aktivitäten zu finanzieren (9 von 15 Initiativen). Eine der selbstfinanzierten Initiativen ist jedoch die älteste Initiative in der Studie, die seit 1998 tätig ist. Auf der Grundlage der Ergebnisse und des in dieser Studie gesammelten impliziten Wissens wird ein Rahmen vorgeschlagen, der als Leitfaden für die Einrichtung künftiger CUREs dienen soll.

Von der Forschung in die Praxis

Dieser Artikel zeigt nur die ersten Schritte zur Realisierung von Zentren für urbane Wiederaufbereitung. Derzeit arbeitet Isabel zusammen mit einem erweiterten Team lokaler Berliner Akteure an der Einrichtung eines solchen Zentrums in Berlin. Wir haben ehrgeizige Pläne und einen langen Weg vor uns, aber wir haben bereits festgestellt, dass die Einbindung der lokalen Wiederverwendungs- und Reparaturgemeinschaft und die Zusammenarbeit mit der Kreativwirtschaft wesentliche Schritte sind. Eine weitere wichtige Säule ist die Schaffung einer gemeinsamen Basis für die Zusammenarbeit der lokalen Akteure durch den partizipativen Ansatz. Dies ist eine sehr wichtige Erkenntnis, denn nur durch gemeinsames Engagement kann die Entwicklung von Wissen für die lokale Kreislaufwirtschaft gefördert werden. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie uns auch auf der Veranstaltung am 7. Mai, auf der die nächsten Schritte für das aktuelle Projekt "Haus der Materialisierung" diskutiert werden.