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Positionspapier: Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026
Berlin 2030 - Kreislaufwirtschaft als Leitstrategie für Resilienz und Wohlstand
Kontext und Begründung
Berlin steht vor vielfältigen Herausforderungen: Die Klimakrise, Ressourcenknappheit und steigende Lebenshaltungskosten erfordern systemische Lösungen. Die Kreislaufwirtschaft ist kein ökologisches Nischenthema mehr, sondern ein zentraler Innovationsmotor für die Wirtschaft und die öffentlichen Dienstleistungen der Stadt (Daseinsvorsorge). Um seine Ziele zu erreichen, muss Berlin seine Emissionen bis 2030 um 70% reduzieren. In diesem Papier wird der Weg zur Erreichung dieses Ziels aufgezeigt.
Die drei strategischen Säulen der Transformation
Das Berliner Rundschreiben hat konkrete Empfehlungen für die kommende Legislaturperiode formuliert:
1. Marktanreize und Investitionsbedingungen Kreislaufwirtschaftliche Geschäftsmodelle müssen zum wirtschaftlichen Standard werden. Wir fordern die Integration von Kreislaufkriterien in Wirtschaftsförderungsprogramme (z.B. IBB, GRW) und die gezielte Finanzierung von Kreislaufinfrastrukturen.
2. Konsum, Nutzung und soziale Akzeptanz Kreislaufwirtschaftliche Alltagspraktiken wie Reparieren, Teilen und Wiederverwenden müssen für alle Berlinerinnen und Berliner leicht zugänglich und attraktiv werden. Dazu gehören bezirksweite Reparaturdienste und die Stärkung der Kreislaufkompetenz im Bildungssystem.
3. Politische Steuerung und Verwaltungskapazität Wir brauchen klare Mandate und eine ressortübergreifende Koordination. Die Kreislaufwirtschaft muss finanziell und institutionell durch eigene Haushaltslinien und ein integriertes Überwachungssystem abgesichert werden.
Schlussfolgerung
In der nächsten Legislaturperiode wird sich entscheiden, ob Berlin die Chance ergreift, die Kreislaufwirtschaft als Leitstrategie für die Stadtentwicklung zu verankern. Circular Berlin bietet die notwendige Expertise und Vernetzungsplattform, um politische Strategien in wirksame Maßnahmen umzusetzen.


