Mit der fortschreitenden Digitalisierung, der zunehmenden Erschwinglichkeit von Produkten und der rasanten Urbanisierung produzieren die Städte enorme Mengen an Elektroschrott. Lesen Sie hier mehr über die Gestaltung des Elektroniksektors.
Auf den Recyclinghöfen der BSR werden pro Person und Jahr insgesamt rund 4 kg Elektroaltgeräte getrennt gesammelt (Quelle). Berlin befasst sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der Sammlung von IT-Kleingeräten. Andere Lösungen zur Reduzierung des Elektroschrotthaufens, wie Sharing- und Mietmodelle, sind noch nicht vollständig vorhanden. Wir wollten herausfinden, welche Kreislaufakteure es gibt und welche Initiativen die Stadt braucht, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern.
Eine zirkuläre Wertschöpfungskette für Elektronik.
Eine zirkuläre Wertschöpfungskette schließt den Kreislauf der Materialströme. Sie verändert das herkömmliche lineare Modell, indem sie den Bedarf an neuen Materialien verringert, aus Abfallströmen Wert schafft und erneuerbare Energie nutzt. Die Kreisförmige Stadt Berlin Projekt gibt einen Überblick über die erforderlichen Schritte für eine solche Wertschöpfungskette (Abbildung 1). Mehrere Strategien, wie Aufarbeitung und Wiederaufbereitung, Reparatur und Wiederverwendung und natürlich Recycling, sind die wichtigsten Maßnahmen, um die Wertschöpfungskette zu ermöglichen (Abbildung 2).


Wie sieht die Wertschöpfungskette in Berlin aus?
Wir haben rund 40 Akteure gefunden, die derzeit zur Kreislaufwirtschaft im Elektroniksektor der Stadt beitragen (Abbildung 3). Diese Gruppe ist sehr vielfältig und reicht von Plattformen zur Vermietung von Elektronik zu Universitätsinstitute Erforschung der nachhaltigen Produktion und des nachhaltigen Verbrauchs von Elektronik.
Die Schritte der Wertschöpfungskette Einzelhandel und Marketing, Sammlung und verwenden. enthalten eine relativ hohe Anzahl von Akteuren. Im Gegensatz dazu sind weniger Aktivitäten der Berliner Akteure mit den Wertschöpfungsstufen verknüpft Materialien, Entwurf, Produktion, Sortierung und Vertrieb. Historisch gesehen ist Berlin-Brandenburg eine verbunden mit große Elektro- und Elektronikunternehmen. Heutzutage ist Berlin ein Zentrum des Konsums mit einer boomenden Dienstleistungssektor. Ein Beispiel für einen Dienstleistungsakteur ist das Unternehmen Everphone. Es bietet “Hardware as a Service” und stattet die Mitarbeiter von Unternehmen mit Smartphones und Tablets aus.

Die Berliner Akteure sind hauptsächlich beteiligt an Wiederverwendung, Reparatur, Austausch, recycelne und sanieren Strategien. Wie Reparatur Café Brunnenviertel, Dieser Ort veranschaulicht viele Reparatur-Cafés, herumgestreut Berlin. Das Brunnenviertel bietet Workshops zum Reparieren der eigenen Elektronik an. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützen die Besucherinnen und Besucher in entspannter Atmosphäre und man kann bei Kaffee und Kuchen sein defektes Gerät zerlegen. Ziel ist es, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern und wertvolles technisches Wissen von Mensch zu Mensch weiterzugeben.
Wenn Ihnen dieses Reparatur-Café-Konzept gefällt, dann schauen Sie sich doch mal das BerlinRepair Initiative. Diese Plattform unterstützt Berlinerinnen und Berliner, die ein Repair-Café gründen wollen. Sie bringt Menschen zusammen, die einen Standort in ihrer Nachbarschaft unterstützen wollen. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich die Initiativen, die sich mit Reparatur beschäftigen, auf die europäische ‘Recht auf Reparatur’. Da der Elektroniksektor ein vorrangiger Bereich für die Umsetzung des Gesetzes sein wird.
Im Gegensatz zur Reparaturstrategie engagieren sich relativ wenige Initiativen für Aktivitäten, die zum Müllabbau und zur Reduzierung führen, Wiederverwendung von und Wiederaufbereitung der Elektronik. Dies ist bedauerlich, insbesondere im Hinblick auf die Abfall Strategie. Von vornherein auf den Kauf von Produkten zu verzichten, ist eine sehr wirksame Strategie.
Vom linearen zum zirkulären Ansatz: Was die Stadt tun kann.
Wenn Berlin eine zirkuläre Wertschöpfungskette verwirklichen will, sollte die Stadt idealerweise Akteure anziehen, die sich mit den fehlenden Schritten der Wertschöpfungskette befassen. Zum Beispiel Akteure, die an der Entwicklung und dem Design von Kreislaufprodukten beteiligt sind. Die Stadt sollte auch Initiativen fördern, die die unterrepräsentierten Kreislaufstrategien umsetzen.
Das Vorhandensein von wenigen oder keinen Akteuren bedeutet jedoch, dass die Infrastruktur zur Förderung von Akteuren oder bestimmten Kreislaufstrategien noch nicht vorhanden ist. Um die Kreislaufwirtschaft bereits kurzfristig zu fördern, ist es daher auch wichtig, die bestehenden Akteure und Strategien zu unterstützen.
Geschrieben von Daantje Berghuis, Elke Burghoorn, Yana Mechielsen, Nola Moreau, Elina Oostendorp.




