Cities are at the center of the necessary change towards more sustainability and climate protection. Studies indicate that Circular Economy is a significant lever for reducing the climate impacts of our actions. Depending on the study, the manner of product manufacturing and usage influences 40% to as much as 80% of greenhouse gas emissions. As actors responsible for creating economic stability, secure jobs, favorable conditions for business, and above all, urban quality of life, cities play a crucial role in shaping and promoting sustainable production methods and consumption patterns. Through collaboration with businesses and the public, cities can significantly contribute to mitigating the climate impact of product manufacturing and usage, thereby ensuring long-term quality of life in urban areas.
Wie kann Circular Economy die Kommunen bei der Erreichung der Klimaschutzziele unterstützen? Diesem Potenzial ist die Circular City Challenge auf die Spur gegangen.
Vor zweieinhalb Jahren, als die Circular City Challenge ins Leben gerufen wurde, war das Bewusstsein für die Verknüpfung von Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz noch nicht weit verbreitet. Im Rahmen dieser Initiative wurden die teilnehmenden Städte und Kommunen eingeladen, ihre spezifischen Herausforderungen im Bereich des Klimaschutzes zu formulieren. Gleichzeitig erhielten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Lösungen aus dem Bereich der Kreislaufwirtschaft einzureichen, um einen fruchtbaren Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren zu fördern.
Um die Lösungsanbieter gezielt anzusprechen, initiierte die Circular City Challenge eine umfassende Kampagne und begann, ein weitreichendes Netzwerk an Multiplikatoren aufzubauen. Unterstützung erhielt die Initiative sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene durch Impact Hubs, Business- und Innovation Hubs sowie die Ellen MacArthur Foundation. Parallel dazu wurde eine Kommunikationskampagne gestartet, die mit zahlreichen Informationen und einem öffentlichen Aufruf aufwartete. Die Rückmeldungen kamen aus aller Welt, mit insgesamt etwa 120 eingereichten Lösungen aus Europa, den USA und Asien. Die Ansprechpersonen aus den beteiligten Partnerstädten und Kommunen stammten aus unterschiedlichen Verwaltungsebenen, wobei einige aus den Bezirken agierten, während andere die gesamte Stadt im Blick hatten.
“Es gab drei wesentliche Schritte in dieser Challenge. Zunächst haben wir in Zusammenarbeit mit den Städten die Herausforderungen identifiziert. Im diesjährigen Format haben wir gemeinsam mit den kommunalen Partnern in Workshops acht Fokusthemen – darunter die gebaute Umwelt, Mobilität, Industrie und Abfallwirtschaft – erarbeitet, die für die Städte von Bedeutung sind. Im zweiten Schritt folgte der Aufruf an die Lösungsanbieter, während sich der dritte Schritt auf die Datenaufbereitung fokussierte. Hierbei galt es, in den einzelnen Bereichen durch einen Jury-Prozess die Favoriten zu ermitteln. Mit etwa 40 dieser Unternehmen organisierten wir einen digitalen Pitch-Tag, als dessen Ergebnis die 23 vielversprechendsten Lösungen herausgearbeitet wurden“, erläutert Dina Padalkina von Circular Berlin.
Die Umsetzung von Kreislaufwirtschaft erfordert partnerschaftliche Zusammenarbeit, da sie sich nicht isoliert realisieren lässt.
In vielen Städten und Kommunen stellt die Verfügbarkeit von Ressourcen, insbesondere von Personal, eine Herausforderung dar. Daher ist es umso wichtiger, bestehende Formate und Synergien zu nutzen und entsprechend anzupassen. Um die Kreislaufwirtschaft auf lokaler Ebene erfolgreich zu implementieren, benötigt jede Kommune eine zentrale Anlaufstelle oder ein strategisches Bündnis, das sich mit der Umsetzung dieses Konzepts befasst. Es ist unerlässlich, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie und an welchen Stellen die Circular Economy tatsächlich umgesetzt werden kann. Dabei ist es wichtig, abteilungsübergreifend zu denken und zu arbeiten, insbesondere da Kreislaufwirtschaft oft als Nischenthema wahrgenommen wird, das hauptsächlich von Klimabeauftragten behandelt wird. Ein Beispiel dafür ist das Thema Nachhaltigkeit, das ebenfalls ein Querschnittsthema darstellt und eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen erfordert.
Viele Kommunen sehen sich zudem einer begrenzten finanziellen Ausstattung gegenüber, die die Umsetzung innovativer Projekte erschwert. Knappe Budgets und fehlende Mittel für zukunftsorientierte Vorhaben verlangen daher kreative Finanzierungsmodelle und eine sorgfältige Priorisierung der Projekte. Magdalena Schmittlein (Gemeinde Zeuthen) betonte die Bedeutung von Mut und finanzieller Flexibilität: „Wir wünschen uns in erster Linie Mut und einen langen Atem. Es braucht freie Mittel, die nicht an den Alltagszweck gebunden sind.“
Auch die personelle Situation stellt ein Problem dar: Zu wenig Personal führt zu Überlastung und verzögert die effiziente Implementierung. Hier sind geschickte Ressourcenallokation und innovative Ansätze zur Effizienzsteigerung gefragt. Ebenso die begrenzte Handlungsbefugnis der kommunalen Partner, die oft lediglich als Vermittler agieren können. Dies erfordert ein hohes Maß an Diplomatie und Überzeugungskraft, um die notwendigen Entscheidungsträger für die Realisierung der Projekte zu gewinnen. Zudem ist die interdepartmentale Abhängigkeit ein komplexer Faktor, da verschiedene Abteilungen mit möglicherweise unterschiedlichen Interessen koordiniert werden müssen. Florian Sorg, der Koordinator für Kreislaufwirtschaft in Stuttgart, sieht seine Rolle vor allem in der Vernetzung und Koordination. Er erkennt die Notwendigkeit, andere Akteure für die Umsetzung zu aktivieren – eine Herausforderung, die sowohl intern als auch extern besteht. Für die Zukunft hält er die Circular City Challenge für ein wertvolles Format, um in den Austausch zu kommen und aktuelle Themen zu diskutieren.
Die Circular City Challenge verdeutlicht, dass der Weg zur urbanen Klimaneutralität durch innovative, zirkuläre Ansätze geebnet wird und dass interkommunale Kooperationen dabei eine entscheidende Rolle einnehmen.
The transformation process brings multifaceted challenges that need to be addressed. The Circular City Challenge aimed to raise awareness among urban actors about the significance of Circular Economy while simultaneously providing them with concrete, market-ready solutions that could assist in tackling current challenges. A particular focus was placed on how urban development can be advanced. The initiative’s leaders recognized that it is insufficient to merely pass on the 23 most promising solutions to municipal partners. Rather, it is crucial to identify the barriers that impede implementation. This realization represents an important lesson for future projects. One participant in the challenge succinctly stated: “Circular Economy is not a topic that can be managed alone—it requires partners.”
Die Circular City Challenge hat gezeigt, dass der Weg zur urbanen Kreislaufwirtschaft bei aller Komplexität auch großes Potential birgt. Es ist entscheidend, flexibel und anpassungsfähig zu bleiben, um die identifizierten Lösungen trotz aller Hürden erfolgreich umzusetzen. Nur so kann der Kreislauf geschlossen und das Ziel der Klimaneutralität erreicht werden. Die Herausforderungen liegen aber nicht nur auf Seiten der Städte. So sollten die Lösungsanbieter ein tieferes Verständnis für die spezifischen Bedürfnisse der Städte entwickeln und die Kommunikation verbessern, um die Rolle der kommunalen Partner zu verdeutlichen. Wichtig ist auch, dass Unternehmen nicht nur Konzepte entwickeln, sondern auch mindestens ein minimal funktionsfähiges Produkt (MVP) präsentieren, um ihre Vision und die Umsetzbarkeit der Lösung zu transportieren.
Lokale Kreisläufe sind wertvoll, auch für die lokale Wirtschaft
The initiative has established important connections between municipalities, solution providers, and other stakeholders, laying the groundwork for future collaborations. Within the framework of the Circular City Challenge, a local “Re:source Center” was established in Stuttgart, preparing products and components that have reached the end of their first usage phase for re-entry into the cycle. Another exciting project involves the dismantling of a stadium grandstand made of precast concrete elements. The vision is to integrate these elements as stairs along the Neckar River, where citizens can later relax. However, this project is still in its early stages, as it remains to be clarified which stakeholders and resources are needed. In Zeuthen (Brandenburg), a pilot phase was conducted to analyze building energy data, while in Berlin-Neukölln, collaboration with the Global Goals Directive was initiated. In Vienna, a workshop was held to implement a local reusable system for the gastronomy sector.
Wie sieht die Zukunft aus?
Die wertvollen Erkenntnisse aus der Circular Economy Challenge werden nun genutzt, um neue Wege der Wissensvermittlung zu erkunden. Die bisherigen Erfahrungen waren äußerst bereichernd, und jetzt sind wir in einer spannenden Phase, in der wir darüber nachdenken, wie wir unser Wissen auch in den kommenden Jahren effektiv weitergeben können. Statt einer weiteren Challenge konzentrieren wir uns auf aufbauende Formate wie Schulungen, Informationsveranstaltungen und Vernetzungsmöglichkeiten für die Städte. Ein zentraler Aspekt dabei ist, wie kommunale Partner als Netzwerk oder Multiplikatoren für die Lösungsanbieter agieren können.




