Multi-Stakeholder-Workshop zu kollaborativen Rücknahmesystemen für Textilien

In Anbetracht der neuen Gesetze zur Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft auf nationaler und europäischer Ebene muss die deutsche Modeindustrie neue, wichtige Partnerschaften mit der Textilrecycling-Lieferkette eingehen. In Zusammenarbeit mit der Circularity-Agentur Closed Loop Fashion haben wir in einem viertägigen Multi-Stakeholder-Workshop einen wichtigen Dialog zwischen Modemarken, Produzent:innen und Akteur:innen der Textilrecyclingi-Industrie gefördert, um gemeinsam Lösungen für ein stärker zirkuläres Textilsystem in Deutschland zu finden.

From the 1st of January 2025 all EU member states are required to establish systems for a separate collection of textiles. Beside this, regulations to ban the discarding of unsold or returned textile products are about to be introduced in Germany. Establishing take-back systems and reversible supply chains and logistics for post-consumer textiles is becoming crucial to the survival of the sector. A Circular Economy for the textile industry can only be created if all the involved stakeholders are willing to cooperate and create new synergies.

Unser Ansatz

Der Workshop wurde mit 15 Teilnehmenden und 3 Moderator:innen online über Zoom durchgeführt. Die interaktiven Gruppenarbeitssitzungen wurden mit Miro umgesetzt.

Wir planten 4 halbtägige Sitzungen und organisierten die Arbeit wie folgt:
Tag 1: Kontext geben 
During this session the workshop facilitators gave input about Policy frameworks with focus on textile waste policies and showed Industry Insights regarding the business opportunities generated by the establishment of efficient reversible supply chains. During this first session the participants could get to know each other  in 1:1 conversations aimed to understand challenges and wishes of other stakeholder groups. 

Tag 2: Verständnis schaffen
In der zweiten Sitzung ging es darum, die unterschiedlichen Standpunkte der verschiedenen Stakeholder-Gruppen zu erkunden. Am Ende der Sitzung fassten die Teilnehmenden die wichtigsten Herausforderungen zusammen und entschieden sich für zwei Ansätze, an denen sie weiterarbeiten wollten:
1. Ein harmonisiertes Zertifizierungssystem für kreislauffähige Produkte.
2. Die Schaffung eines Systems, in dem die Materialströme von Alttextilien, Überhängen und Retouren sichtbar und für die Wiederverwendung zugänglich gemacht werden.

Tag 3 & 4: Ideenfindung und Vertiefung der Ideen 
Guided by the facilitators, the two multi stakeholder groups  worked intensively during the last two sessions on the ideas, defining them in detail and punctually presenting them to the other group for validation..

Das Ergebnis

Die erste Gruppe hat eine geeignete Roadmap für die Schaffung und Einführung einer harmonisierten Zertifizierung für Kreislaufprodukte entwickelt, bei der alle verschiedenen Interessengruppen berücksichtigt werden. 
Die zweite Gruppe hat an der konkreten Idee gearbeitet, ein digitales und vollständig integrierbares Tool für den transparenten Informationsaustausch über sekundäre Materialströme zwischen verschiedenen Akteur:innen (z. B. zwischen Modemarke und Recycler) zu schaffen. Das Tool sollte mehreren Interessengruppen dienen, die alle angemessene und klare Informationen über Materialien im Kreislauf benötigen, um neue Kapazitäten aufzubauen und neue Geschäftsmodelle/Projekte in Richtung Kreislaufwirtschaft einzuführen.

Workshop results