Verständnis der Komplexität von Lebensmittelsystemen, um städtische und ländliche Bedürfnisse zu erfüllen

Trotz der schwierigen Umstände, mit denen die moderne Gesellschaft heute konfrontiert ist, investiert Circular Berlin weiterhin Energie in die Umgestaltung der Systeme, von denen unsere Gesellschaft abhängt. In Bezug auf das Lebensmittelsystem ist es dringend erforderlich, dass wir die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren, an ökologischen Praktiken ausrichten und uns mit der natürlichen Umgebung versöhnen, die das Leben unterstützt und uns die für unsere Entwicklung notwendigen Nährstoffe liefert.

Bei Circular Berlin wollen wir eine aktive Rolle bei der Transformation zu einer widerstandsfähigeren und ressourceneffizienteren Gesellschaft übernehmen. Im Rahmen dieser Bemühungen entwickeln wir nicht nur angewandte Projekte, sondern suchen auch aktiv nach Möglichkeiten, uns mit der Community zu vernetzen, um Ideen auszutauschen und das neueste Wissen zu präsentieren. Am 30. Juli organisierten wir eine Gemeinschaftsaktivität, bei der Experten aus verschiedenen Bereichen ihr Wissen in einem fruchtbaren Online-Treffen teilten. 

Unser jüngstes Ereignis ‘Der Fluss der Lebensmittel’ umfasste die Teilnahme von Dr.mont. Alberto Bezama von der Abteilung für Bioenergie der UFZ (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung)), Elisabeth Berlinghof von (Essen Kompanions), Monica Kisic von (Wurzelradikale) und Meike Fienitz von (SlowFood Jugend Berlin).

Die Beiträge unserer Gastredner brachten einen erfrischenden Informationsschub und ermöglichten es uns, eine Diskussion über die Komplexität des Aufbaus einer ressourceneffizienten Stadt zu beginnen. 

Alberto Bezama wies auf die Bedeutung der Bioökonomie hin und wie dieser Ansatz die Wirtschaft mit ökologischen Konzepten verbindet. Außerdem machte er deutlich, dass ein stärkerer Markt geschaffen werden muss, der es der Bioökonomie ermöglicht, mehr Menschen zu erreichen und die Zivilgesellschaft in den Prozess zu integrieren. Dr. Bezama erläuterte die Arbeit des UFZ, insbesondere im Hinblick auf die Nutzung der Ökobilanz als Instrument zum Verständnis, zur Analyse und zur Umsetzung eines Rahmens, der die anspruchsvolle Vision des Aufbaus einer urbanen Bioökonomie integriert. Siehe die vollständige Präsentation.

Anschließend stellte Elisabeth Berlinghof eine Denkübung vor, bei der sie die Teilnehmer anleitete, das Lebensmittelsystem der Zukunft in Berlin zu visualisieren. Sie finden sie Folien hier. Ein von uns allen aufgebautes System, in dem die Bedürfnisse von Stadt und Land dank eines gemeinschaftsbasierten Ansatzes erfüllt werden können. Sie erläuterte einige der Herausforderungen einer stärkeren Agrarindustrie in Brandenburg. Dazu gehören: die Neigung zu Trockenheit, sandige Böden, Preisdruck und langfristige Umweltschäden. All dies sind nach Ansicht von Food Kompanions einige der Chancen, auf die man sich konzentrieren sollte, wenn man zu einem urbanen Stoffwechsel übergehen will, der sich verantwortungsvoll mit den angrenzenden ländlichen Gebieten auseinandersetzt. 

Roots Radicals ist ein kreislauforientiertes Lebensmittelprojekt, das von Monica Kisic in Berlin geleitet wird. Mit ihrer langjährigen unternehmerischen und kulinarischen Erfahrung kennt Monica den Wert jeder Ressource, die sie für die Herstellung ihrer Produkte verwendet. Sie erinnerte uns daran, wie wichtig es ist, ein System zur Bewirtschaftung von Lebensmittelabfällen zu schaffen, das mit der steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln in städtischen Gebieten und den Vorteilen der Abfallbewirtschaftungshierarchie vereinbar ist, insbesondere wenn wir uns auf Abfallvermeidung und Wiederverwendung konzentrieren. Werfen Sie einen Blick auf ihre Präsentation.

Zu guter Letzt berichtete Meike Fienitz von SlowFood Youth Berlin über die Arbeit dieser Organisation. Siehe die Präsentation hier. Zusammen mit ihrem Team organisiert sie jedes Jahr Aktivitäten, um ein besseres Bewusstsein für die Bedeutung gesunder Lebensmittel zu schaffen. Exkursionen, Workshops, Infostände und politische Kampagnen sind nur einige der Möglichkeiten, die SlowFood neugierigen Bürgern bietet, um sich zu engagieren und die Zukunft der Lebensmittel mitzugestalten. 

Leider ging unsere Zeit allmählich zur Neige. Glücklicherweise hatten wir jedoch die Gelegenheit, einige weitere interessante Themen kurz zu erörtern, wobei wir zu dem Schluss kamen, dass der von uns gewünschte Wandel nicht im Alleingang erreicht werden kann. Um Dr. Alberto Bezama zu zitieren: “Wir müssen anfangen, komplexer zu denken, denn das System, das wir aufgebaut haben, kann nicht einfach umgestaltet werden, wenn wir darauf bestehen, dass nur Technologie oder Politiker es verändern können. Wir müssen uns vernetzen und das bestehende System über unsere eigenen Interessen hinaus betrachten”.

Haben Sie weitere Fragen? Dann kontaktieren Sie bitte Rundschreiben Berlin, Unser Team beantwortet gerne Ihre Anfragen oder begleitet Sie bei Ihrem nächsten Projekt oder Event.