Kreislaufende Materialsysteme: Dokumentation von Kreislaufbauverfahren

Mit diesem Projekt wollen wir das Bewusstsein von Baupraktikern für Gebäude mit Kreislaufprinzipien und die Vielfalt der Methoden und Praktiken, die zu ihrer Realisierung erforderlich sind, fördern. Unser Ziel ist es, Wissen einfach, verständlich und zugänglich zu machen und so die Akzeptanz der Wiederverwendung im Bauwesen sowie verschiedener Beziehungsansätze zu erhöhen, die zur Kreislaufwirtschaft beitragen.

Die Herausforderung

Gebäude haben einen maßgeblichen Einfluss auf Umwelt, Klima und Lebensqualität. Ein Drittel des globalen Ressourcenverbrauchs sowie fast die Hälfte des Energieaufkommen entfallen auf das Bauwesen. In Deutschland verschlingt der Sektor mehr als 50 Prozent der jährlich zur Verfügung stehenden mineralischen Ressourcen, sogar 90 Prozent aus der inländischen Gewinnung. Bisher wird nachhaltiges Bauen vor allem mit dem Verwenden von natürlichen, ressourcen-schonenden oder nachwachsenden Baustoffen gleichgesetzt. 

Unser Ansatz

Circular Berlin hat sich mit verschiedenen Partnern zusammengeschlossen, um das Potenzial zirkulärer Ansätze im Bauwesen aufzuzeigen. Das Projekt konzentriert sich hauptsächlich darauf, die Prozesse hinter dieser innovativen Bauweise zu verstehen. Zum Beispiel, wie Sekundärmaterialien beschafft und in das Design von Gebäuden integriert werden können. Eine der größten Herausforderungen für alle Beteiligten im Bauwesen ist das fehlende Wissen über die Besonderheiten der Zirkularität und wie sie sich von anderen nachhaltigen Ansätzen im Bauwesen unterscheidet. 

Das Projekt war das Ergebnis einer Forschungskollaboration zwischen Georg Hubmann und Vera van Maaren. Sie lehrten vier Seminare an der TU Berlin zwischen 2021 und 2023, präsentierten Papers auf zwei Konferenzen und einem Symposium, organisierten drei Ausstellungen, waren Teil des New European Bauhaus Festivals, unternahmen Vor-Ort-Besuche und hatten zahlreiche Arbeitstreffen, um dies zu ermöglichen. Ein großes Lob geht an alle 65 Studierenden, die mit Leidenschaft zu den Fallstudien beigetragen haben.

Das Circular Berlin-Team lieferte wertvolle Beiträge zur Finalisierung des Fallstudieninhalts und zur Beschreibung von Praktiken. Außerdem trugen sie zur Umsetzung der Website bei.

Das Ergebnis

Die Ergebnisse sind in Form einer Prozessbeschreibung dokumentiert, so dass jeder Beteiligte in der Wertschöpfungskette des Bauwesens sie nachvollziehen und mit den Sekundärmaterialien die Realisierung des Projekts beginnen kann.

‚Circular Material Systems‘ sammelt kreislauforientierte Praktiken im Bauwesen in ganz Europa, die dazu beitragen, Materialien in der Wertschöpfungskette zu halten. Durch die Hervorhebung sowohl materieller als auch immaterieller Praktiken entsteht eine neue architektonische Sprache, die dem Zeitalter des Anthropozäns angepasst ist. Neben der Gebäudeanalyse wurden zirkuläre Praktiken identifiziert, mit dem Ziel, praktische Schritte und Hilfe für Designer, Bauherren und Vermögensinhaber anzubieten, die die Prinzipien der Circular Economy in ihre Projekte integrieren möchten.

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