Circular Economy, die im Alltag ankommt (VIBE).

Im europäischen Projekt VIBE entwickeln wir ein skalierbares Modell für Urban Resource Centers (URCs). Unser Ziel: Abfallvermeidung, Reparatur und Wiederverwendung so vernetzen und kommunizieren, dass sie für die gesamte Stadtgesellschaft zur einfachsten und logischsten Wahl werden.

Die Herausforderung

Europas Ziel ist die Klimaneutralität bis 2050. Unsere aktuelle Zirkularitätsrate liegt aber bei nur 12 Prozent. Das Problem ist nicht der Mangel an Ideen, sondern die Zersplitterung: Reparaturangebote, Recyclinghöfe und Leihläden arbeiten oft isoliert voneinander. Die Herausforderung: Die Lücke zwischen technischer Kreislaufwirtschaft und bürgernahem Alltag schließen. Viele zirkuläre Initiativen scheitern an einer zu technischen oder ökologisch-nischenhaften Kommunikation. Das Projekt (gefördert durch die Europäische Klimaschutzinitiative kurz EUKI) setzt genau hier an, um die Bürgerbeteiligung zu erhöhen und Verhaltensmuster und Bedürfnisse der Einwohner:innen zu adressieren.

Unser Ansatz

Das Projekt VIBE (Wertschöpfung durch verhaltensorientiertes Engagement) arbeitet gemeinsam mit Partnern aus Lettland, Deutschland, Portugal, Spanien und Ungarn. Wir verwalten nicht länger den Status quo der Abfallwirtschaft, sondern schaffen koordinierte, bürgernahe Strukturen für eine echte urbane Kreislaufwirtschaft. An dieser Stelle kommt Circular Berlin ins Spiel: Wir verstehen Verhalten, bauen Barrieren ab und übersetzen das Konzept der URCs in die Lebensrealität der Menschen. Wir verantworten im Konsortium das Communication & Brand Toolkit und stützen uns dabei auf harte Fakten statt auf Vermutungen.

Unsere Arbeit umfasst:

Strategische Positionierung: Die Lösung ist ein professionelles Branding- und Kommunikationssystem, das Verhaltensbarrieren abbaut und URCs als attraktive „Third Spaces“ positioniert. Ein modulares System, das in Berlin genauso funktioniert wie in Riga oder Barcelona, ohne die lokale Identität zu unterdrücken.

Verhaltensanalysen & Online-Befragungen: Wir hören genau hin, welche Bedürfnisse die Menschen haben und welche Hürden sie noch davon abhalten, zirkuläre Angebote zu nutzen.

Bürgerorientierte Kommunikationskampagnen: Aus unseren gesammelten Daten entwickeln wir Strategien und visuelle Bausteine. Diese helfen den Kommunen und URC-Betreibern, ihre kreislaufwirtschaftlichen Angebote sichtbar, zugänglich und attraktiv zu machen.

Europaweit vernetzt & Vor-Ort-Besuche: Ressourcenschutz kennt keine Grenzen. Wir schauen uns bestehende, erfolgreiche URCs in den Partnerländern an, analysieren ihre Arbeit und stellen euch diese Macher:innen und Orte hier auf der Seite vor.

Die Ergebnisse

Das Ziel von VIBE ist radikale Offenheit – ein Toolkit für alle. Die entwickelten Guidelines und Design-Assets werden als Open-Source-Materialien zur Verfügung gestellt. Das bedeutet: Jede Initiative, jeder Kiez-Laden und jede Kommune kann auf unsere Forschung und unsere Designs zugreifen, um die Kreislaufwirtschaft vor Ort sichtbar, zugänglich und erfolgreich zu machen. Wir entwickeln ein koordiniertes Rahmenwerk für die Planung standortübergreifender Urban Resource Centers (URCs), die Dienstleistungen wie Repair Cafés, Maker Spaces oder Leihläden systematisch und bürgernah in Städten verankern.

Der Zeitplan: Von der Vision zur Realität Wir arbeiten zwei Jahre lang intensiv an der Zukunft unserer Städte:

  • Februar 2026: Projektstart & Recherchephase (Online-Befragungen und URC-Besuche).
  • September 2026: Veröffentlichung der Communication Guidelines.
  • Januar 2027: Beta-Testing des Brand Toolkits in den Partnerstädten.
  • Januar 2028: Finaler Rollout der Open-Source-Ergebnisse für alle.

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